Am 8. Mai wurde ein neues Dorf, Ban Theppratarn, in Kuraburi feierlich eröffnet, in dem 110 Tsunami geschädigte Personen aus 32 Familien leben und arbeiten.
3 Tage nach dem verheerenden Tsunami fügte sich in Phuket eine kleine Gruppe von deutschsprachigen Geschäftsleuten und Pensionären zusammen und baten Dirk Naumann, den deutschen Honorarkonsul in Phuket, die Schirmherrschaft der „Farang Jai Dee Förderverein“ genannten Gruppe zu übernehmen. Herr Michael Bordon, der deutsche Leiter des Fördervereins, nutzte die ersten Monate des Jahres 2006 um in geeignetes Hilfsprojekt abseits der Touristengebiete zu finden, bei dem nicht nur Baumassnahmen ausgeführt werden sollten, sondern den Geschädigten eine neue Existenz und die Möglichkeit, ihre Familien wieder selbst zu ernähren, gegeben werden sollte. Der Abt des Wat Samakitham in Kuraburi, Pang Nga Provinz wurde der Partner des Farang Jai Dee Fördervereins und gemeinsam mit den zukünftigen Dorfbewohnern wurde mit Spendengeldern aus Europa und den USA Land gekauft, ein neues Dorf gebaut mit 32 Häusern, einem Gemeindezentrum plus Gesundheitsstation und einem Spielplatz für die etwa 40 Kinder des Dorfes. Am 1. November 05 zogen die Dorfbewohner aus Ihren Behelfsunterkünften im Tempel in ihr neues Dorf um. Jede Familie hat für sich und ihre Nachfahren unbegrenztes Wohnrecht in dem dem Tempel gehörenden Dorf. Durch diese Besitz-Konstruktion ist sichergestellt, dass die Dorfbewohner ihre Häuser nicht verkaufen oder verpachten können und nicht wieder in Armut und Abhängigkeit geraten. Um über das tägliche Leben hinausgehende Projekte heute und auch in Zukunft finanzieren zu können, wurden verschiedene Fonds aufgelegt, die von den Dörflern selbst, mit Unterstützung der Mönche, bewirtschaftet werden. Jeder Dorfbewohner kann sich aus diesen Fonds Geld leihen, muss es jedoch in Raten zurückzahlen. Die Höhe der Raten entscheiden die Dorfbewohner selbst. Es gibt einen Schul-Fond, einen Anschaffungs-Fond und einen Fond für Unglücksfälle und unvorhergesehene Ausgaben. Das Gesamtprojekt hat etwa Baht 25 Millionen gekostet.
Aus Anlass der offiziellen Eröffnung kamen nicht nur die Hauptspender und die Mitglieder des Farang Jai Dee Fördervereins sowie die Dorfbewohner, sondern auch Vertreter der Deutschen, Schweizer und der Österreichischen Botschaften sowie Phra Theppariyamethi, der einem christlichen Bischof vergleichbare buddhistische Würdenträger für 7 der südlichen Provinzen Thailands. Die deutsche Botschaft wurde durch Herrn Holger Michael würdig vertreten.